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zocken, futtern, Schule schwänzen ; 978-3-498-06558-4 ; (*1)
zocken, futtern, Schule schwänzen ; 978-3-498-06558-4 ; (*1)

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Titel: zocken, futtern, Schule schwänzen : das ISO-Syndrom - die neue Gefahr für unsere Kinder
Autor: Wolfgang Siegfried, Tim Wanders
287 Seiten
Rowohlt Taschenbuch Verlag
Das Buch ist am 17.09.2019 erschienen und kosten 22,00 €
ISBN: 978-3-498-06558-4

 

Wenn man das Buch im Regal sieht, fragt man sich natürlich worum geht es genau und was ist das ISO-Syndrom? Das ISO-Syndrom ist auf den ersten Seiten grob erklärt:  Internetabhängigkeit, schulvermeidendes Verhalten und Adipositas gemeinsam”.

Es ist eine gute Mischung aus Information, Erfahrungsberichten, Beispielen und Lösungs- bzw. Präventionsansätzen.

Das Buch bietet 287 Seiten, drei jeweils mit mehreren Unterpunkten gefüllte Kapitel, ein paar Patienteninterviews und auf Seite 277 bis 287 sind Quellennachweise. Im Buch findet sich die Abbildung einer Ernährungspyramide und eine Visualisierung der Gefahr für einen Rückfälle.


Wenn man das Buch im Regal sieht, fragt man sich natürlich worum geht es genau und was ist das ISO-Syndrom? Das ISO-Syndrom ist auf den ersten Seiten grob erklärt:  “Internetabhängigkeit, schulvermeidendes Verhalten und Adipositas gemeinsam”. Eingeleitet wird dies durch ein kurzes Beispiel, welches so tatsächlich vorkommt. So gesehen eine mit der Zeit langsam entstandene, stark ausgeprägte Internetsucht*, die im Wegfall echter sozialer Kontakte enden kann, mit Bewegungsmangel und starker Gewichtszunahme bis hin zum Wegbleiben aus der Schule. So beschrieben schon ein sehr ausgeprägtes Auftreten, aber die Punkte können jeweils eben unabhängig voneinander der Anfang für alles werden. *Nebenbei wird auch erwähnt, dass man nicht immer von "Sucht" sprechen kann, sondern von einer "Störung", da es nicht immer so eindeutig ist. Es geht also um Störungen der Verhaltensweisen im Bezug auf die genannten Punkte und was man dagegen machen kann.

 

Die drei Kapitel im Buch sind quasi die drei Säulen, die aufeinander aufbauen und spätestens in Kombination zum schwerwiegenden Problem führen können.

[...] Internetabhängigkeit

[...] schulvermeidendes Verhalten

[...] Obesitas

 

Unter "Internetabhängigkeit" wird Internetabhängigkeit und der Reiz an Videospielen betrachtet. Prävention, Therapien und Ursachen für die Entstehung problematischer Nutzung von Medien werden angesprochen. "Schulvermeidendes Verhalten" betrachtet die Personen, die die Schule schwänzen und was damit u.a. zusammenhängt. Auch hier wird die Prävention und die Therapiemöglichkeiten angesprochen. "Obesitas" geht auf die Ernährung ein, insbesondere aufs Übergeweicht und Maßnahmen dagegen. Es folgt ein Fazit nach jedem der drei Kapitel und es werden festgelegte Kriterien zur Erkennung im Buch aufgeführt (die allerdings laut Buch nur von Fachpersonal einzuschätzen sind).

 

Es geht im Buch zwar viel um "Härtefälle", also Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Therapie-Maßnahmen, aber auch generell um die Entstehung der Störungen und um die Gefährdungen (auch im geringen Maß). Der Titel des Buchs ist für einige Beispiele passend, aber allgemein evtl. doch etwas reißerisch, da “Zocken, futtern, Schule schwänzen” meiner Meinung nach ein falsches Bild zum Thema erzeugt und den Inhalt des Buchs nicht umfassend wiedergibt. Etwas sachlicher hätte es schon sein dürfen. Die ersten Seiten stimmen mich entsprechend kritisch, aber dann wird es doch besser und bezieht sich auf Interviews, grundlegenden Probleme, Studienergebnisse, Prävention uns andere Aspekte. Durch die Interviews und die Erfahrungen aus einer Rehaklinik bleibt dieses Buch zwar immer bei den ausgeprägten Fällen, aber es wird die Entstehung, die Entwicklung und dann quasi die finale Diagnose beschrieben.   

 

Das Buch richtet sich meiner Meinung nach an interessierte aus den Fachgebieten, allerdings eher Einsteiger und natürlich auch an betroffen / nahestehende Personen / Erziehungsberechtigte, die die Entwicklung nicht mitbekommen oder mitbekommen und nicht wissen wie man darauf reagieren soll. 

 

Darum geht es u.a. im Buch: 

 

Computer Spiele und deren verschiedene Inhalte die bestimmte problematische Aspekte begünstigen (Free to play, Lootboxen, In Game Währung, Online Gemeinschaft, soziale Zwänge Online, Handyspielen). Eine Erwähnung von Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) die in Ansätzen evtl. bei Computerspielern gefunden werden kann. Verzehrte Darstellungen durch Werbung und Streamern. Internet Gaming Disorder und Internet Disorder. 

 

Reize sozialer Netzwerke. Vorteile die wir aus der Nutzung ziehen und hinzukommende Risiken. Nutzungsverhalten von Jugendlichen (W&M). Social Media Gruppen Zwang (Jeder hat es, jeder nutzt es), Bedürfnisse bei Social Medien (Online Freundschaften, Informationsaustausch, Veränderung der Realität / eigenen Darstellung - "Fake" & Neid),

Privatsphäre und Kontrolle durch Informationsangebote, Sozialer Druck, FOMO (Fear of missing out / Angst, etwas zu verpassen). Social Media Disorder

 

Übergewicht und Normabweichung. Ursachen für krankhaftes Übergewicht. Zusammenhang von psychischer Ursache zur körperlichen Erkrankung (aus den Patienten Interviews geht die psychische Ursache meist klar hervor) und das dadurch z.B. eine reine Diät als Behandlung die Ursache nicht behebt und wenig Aussicht auf Erfolg hat. Essbrechsucht, BMI, Begleiterkrankungen.

 

 

Interessante Interviews mit Reha Patientinnen und Patienten zu den einzelnen Bereichen und damit eben auch grob zum Verlauf der Erkrankungen runden die Inhalte ab und zeigen einige Abläufe und Zusammenhänge der Probleme anschaulich. In den Abschnitten werden auch Beispiele und Maßnahmen zu Therapie-Modulen aufgeführt und es wird auf die Prävention eingegangen. Beispielsweise auf den Aufbau von Medienkompetenz, den Umgang mit Cybermobbing oder Ernährungstherapien.


Fazit:

Es klingt doch alles so einfach, aber es ist ein sehr komplexes Thema, auch sehr komplex für ein Buch und trotzdem wurde es gut umgesetzt. Es ist eine gute Mischung aus Information, Erfahrungsberichten, Beispielen und Lösungs- bzw. Präventionsansätzen. Die Abschnitte sind eher auf die drei Schwerpunkte in mindestens einer Teilkombination ausgerichtet und beziehen sich sehr auf die Patienteninterviews, was gut ist und die Erkenntnisse sowie den Inhalt sehr anschaulich wirken lassen. Der Nachteil: manchmal hat man das gefühlt es würden zwischenzeitlich hier und da mögliche andere Faktoren vernachlässigt, aber dann werden diese doch wieder eingebracht.

 

Die Fälle, Beispiele und dann die festgelegten Kriterien zur Erkennung (die allerdings laut Buch nur von Fachpersonal einzuschätzen sind) geben einem einen guten Überblick und man erkennt ggf. bestimmte kritische Verhaltensweisen bei vielen Personen und auch bei sich selbst. Aus eigener Erfahrung heraus und vom Lesen der Abschnitte, würde ich allerdings auch sagen, dass es extrem schwer ist die einzelnen Punkte, noch vor der gesamten Kombination der Probleme, als schwerwiegend zu erkennen. Insgesamt ein interessantes Thema und Buch. Da ich mich mit dem Thema noch nie beschäftigt habe, kann ich zum Inhalt allerdings nicht viel sagen. Mir erscheint es als Einstieg recht gut.

 


Meine Erkenntnis: Würde man nur ein paar wenige Punkte bei der Erkennung der Probleme weglassen, so wäre fast jeder betroffen. Schön zu sehen an einem Beispiel im Buch wo der Büroalltag beschrieben wird: E-Mail Schreiben mit jemanden im Büro gegenüber, anstatt einfach hinzugehen. Oder auch bei der Smartphone Nutzung am Esstisch oder beim Unterhalten. Freizeit und Beruf vermischen sich in gewissen Aspekten immer häufiger und normales Verhalten und Störung bis hin zur Sucht wird schwierig zu unterscheiden.

 

 

Anmerkung: Im Buch ist eine Ernährungspyramide abgebildet bei der Gemüse und Obst als weniger zu konsumieren eingeteilt sind, als Getreideprodukte, Kartoffeln, Nudeln usw. Obst und Gemüse mehr als Getreideprodukte ist meiner Erfahrung nach aber bei einer angenehmen Ernährung besser, allerdings auch mit mehr Überweidung verbunden. Solche Pyramiden ändern sich aber eh stetig und sind meist stark diskutiert.


(*1) Bildquelle: rowohlt.de
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