"FEDERS KLEINE KRÄUTERKUNDE"

#BUCHREZENSION

#Rezension

#Kräuter #Pflanzen #Natur


[Werbung] Das vorgestellte Buch wurde kostenlos vom Rowohlt Verlag zur Verfügung gestellt. 
Feders kleine Kräuterkunde ; 978-3-499-63220-4
Feders kleine Kräuterkunde ; 978-3-499-63220-4

Titel: Feders kleine Kräuterkunde : Das Essen liegt auf der Straße 
Autor: Jürgen Feder
4. Auflage 

268 Seiten
Rowohlt Taschenbuch Verlag
Das Buch ist am 24.03.2017 erschienen und kostet 9,99 €
ISBN: 978-3-499-63220-4

Wer sich gerne mal den Inhalt des Buches anschauen möchte, um zu erfahren ob das Buch interessant ist, der kann auf der Seite von Rowohlt eine Leseprobe anschauen. Die zugänglichen Seiten geben einen guten Eindruck über den Schreibstil und evtl. ein klein wenig über die Art des Buches. 

Jürgen Feder ist Experte für Botanik in Europa und weiß eine ganze Menge über die Welt der Pflanzen. In mehreren Büchern teilt er sein Wissen mit Interessierten und gerne möchte ich hier eines dieser Bücher vorstellen. Im Buch "Feders kleine Kräuterkunde : Das Essen liegt auf der Straße" geht es dabei um Pflanzen / Kräuter die um uns herum, in Wald und Wiese zu finden sind.



DER INHALT: 

In dieser Buchrezension stelle ich euch die 4. Auflage des Buches "Feders kleine Kräuterkunde : Das Essen liegt auf der Straße" vor. Es ist ein handliches Taschenbuch, mit durchgehendem Text und aufgelockert durch zahlreiche Bilder. Die Bilder sind an unterschiedlichen Stellen in den Text, bzw. um den Text herum positioniert. Die Form der Bilder ist rund und wirkt dadurch ganz interessant. Im Buch werden zahlreiche Pflanzen beschrieben und erklärt. Dazu kommen  persönliche Eindrücke und Anmerkungen, die auch mal etwas von den Pflanzen abschweifen können. 

Beim ersten Aufschlagen des Buches und Blick auf das Inhaltsverzeichnis, sieht man eine Liste aus Ortsnamen. Die einzelnen Orte sind die Kapitel im Buch. Danach findet man eine Deutschlandkarte auf der die Gebiete markiert sind. Weiter geht es mit einem Vorwort und dann fängt auch schon das eigentliche Buch an. 140 Pflanzen (wenn ich mich nicht verzählt habe) werden im Buch angesprochen.   

Am Ende gibt es noch 8 Rezepte (Ideen) für die Verwendung einiger Kräuter, sowie ein Pflanzenregister und Sachregister, sowie eine kurze Liste mit Literaturempfehlungen.  



Das Buch überrascht etwas mit der Art wie der Inhalt verfasst wurde. Anstatt einfach nur die Informationen zu diversen Pflanzen aufzulisten, wurden hier quasi kleine "Geschichten" um die Pflanzen herum gesetzt. Nun gut, es sind keine richtigen Geschichten, sondern eher immer wieder ein paar auflockernde Einleitungen, wie die Anfahrt zu einem Ort, kurze Beschreibungen der Umgebung, Anmerkungen zum Wetter, historische Begebenheiten oder ähnliches. 
Zitat: "Sehr spät in der Nacht erreiche ich dann Lanz in der Prignitz. Menno, war das ein langer Weg [...] in prasselnden Regen, in Gewitter, in Sturm."(S. 153).  Insgesamt kommen an der Stelle dieses Beispiels erst mal 2 Seiten Eindrücke und Informationen zur Region oder historischen Dingen und danach vier Pflanzen über mehrere Seiten hinweg.

Die Pflanzen sind in den Text integriert und verschiedene Beschreibungen zur jeweiligen Pflanze werden zusammen mit z.B. Anwendungsmöglichkeiten aufgeführt.
So liest man wie groß eine Pflanze werden kann, wie man sie erntet und verarbeitet, historische und aktuelle Verwendungen und Zeiträume der Ernte. Dazu kommen immer wieder kleine Erzählungen zu einzelnen Pflanzen, in Form von Bauernregeln, früheren Annahmen zur heilenden Wirkung oder Sagen.
Es wird aufgeführt was an der Pflanze essbar ist und ggf. was man vorher zur Zubereitung machen muss.
Auch gibt es immer mal wieder Verwendungsideen, wie z.B. Zitat: "Die aromatisch schmeckenden Holunderblüten kann man in Bierteig backen [...]" (S.157).

Dieser Aufbau zieht sich durch das gesamte Buch. Es sind also Berichte vom auffinden der Pflanzen, mit sehr kurzen Beschreibungen der Pflanzen (+ die Fotos der Pflanzen) und Informationen zur Pflanze direkt. Dazu kommen u.a. historische und medizinische Verwendungsmöglichkeiten und ab und an ein paar persönliche Anmerkungen. Immer mal wieder kommen Gedanken an Essen mit hinein und dann eben auch welche Pflanze schon mal zu einer bestimmten Speise passen könnte. Auch wird ab und an beschrieben, wie eine Pflanze / ein Teil einer Pflanze schmeckt, dazu wird dann z.B. beschrieben wie die Pflanzen direkt beim pflücken probiert wurde, gefolgt von der Beschreibung des Geschmacks. Die Inhalte und der Umfang variiert dabei von Pflanze zu Pflanze, aber trotzdem wirkt es insgesamt recht einheitlich.

Die Einteilung nach Orten, die die jeweiligen Kapitel darstellen, entspricht den besuchten Orten und den dort vorgefundenen Pflanzen. In einigen Abschnitten findet sich auch schon mal eine kleine Information zu einem bestimmten Ort oder den dort stattgefundenen Geschehnissen. Das hat dann nichts mehr mit den Pflanzen zu tun, ist aber auch interessant und gehört zum Aufbau des Buches dazu.

Detaillierte Beschreibungen der Pflanzen, also z.B. wie man die Pflanzen ganz genau erkennt, stehen nicht mit im Text, allerdings sind viele der Pflanzen auch recht eindeutig oder bekannt (z.B. Holunder). Bei anderen vorgestellten Pflanzen wären vielleicht ausführlichere Erklärungen und Erkennungsmerkmale ganz wünschenswert gewesen.
 
Als Abschluss des Buches finden sich dann noch 8 Rezepte. Dazu muss man vorweg sagen, Herr Feder erwähnt zu Anfang des Buches, das er beim essen schon mit simplen Dingen zufrieden ist, was ich absolut nachvollziehen kann. So sind die Rezepte entsprechen simpel und mehr Idee als Rezept. Beispielsweise "Des Extrembotanikers extreme Stullen für extreme Expeditionen" bei dem bestimmte Kräuter auf ein Salami Butterbrot kommen :) Ein recht einfaches "Rezept". Dann gibt es z.B. noch Kräuterbuletten mit  12 Wildkräuter oder auch Feta-Teigtaschen mit "Giersch". Insgesamt sind es ein paar Ideen für die Verwendung bestimmter Kräuter, die auf 5 Seiten quasi das Buch abschließen.
Am Ende findet sich dann noch ein Pflanzenregister mit den 140 beschriebenen Pflanzen, direkt mit den jeweils verwendbaren Pflanzenteilen dabeistehend. Danach kommt noch das Sachregister und eine kurze Liste mit Literaturempfehlungen.    


Ein interessantes Konzept für ein Buch. Es liest sich (selbstverständlich) anders als eine reine Auflistung von Pflanzen und ist teils mit "herzlichen" Elementen verfasst. Die persönlichen Noten und die Bilder der Pflanzen sind angenehm im Text eingeflochten und ergeben einen lockeren Textfluß, der sich recht entspannt und ungezwungen liest. Das Buch verliert durch die Anreicherung des Textes zwar etwas an Übersichtlichkeit, wenn man den Inhalt nun mit einer Tabelle oder einem simplen Register vergleicht, hat aber eine persönlichere Note und eine schöne Textform. Der Text und die Verwendungsmöglichkeiten sind Bündig und nett geschrieben. Die Art des Buches hat allerdings auch ihren Haken, denn damit der Laie die beschrieben Pflanzen mehr oder weniger gefahrlos ernten kann, muss dieser sich die Bilder schon recht genau anschauen, oder zusätzliche Lektüre hinzuziehen. Vergleichende Bilder und ganz genau Beschreibungen der Pflanzen sind in diesem Buch nicht enthalten und vielleicht braucht es das bei den aufgeführten Pflanzen auch nicht, aber der Laie, wozu ich auch zähle, kann das schlecht beurteilen. Die Aufführung der Pflanzen, in Kombination mit einem fließenden Text und das damit verbundene Kennenlernen gefällt mir sehr gut und über das Register findet man die Pflanzen schnell wieder.     


Als herzliches Sachbuch über heimische Kräuter, kurz und leicht geschrieben ist es wirklich gut. Man lernt auf jeden Fall einige Kräuter kennen. Es ist dabei aber kein tiefgründiges Erkennungsbuch für Pflanzen und bietet dahingehend nur dezente Anmerkungen.

Bildquelle: rowohlt.de
Andere Bilder aus meiner privaten Bild Sammlung.
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