PFLANZLICHE NOTNAHRUNG-BUCHREZENSION-

[Werbung] Das vorgestellte Buch wurde kostenlos vom Pietsch Verlag (Paul-Pietsch-Verlage) zur Verfügung gestellt. 
#Survival #Notnahrung #Nahrung #Pflanzenkunde
Pflanzliche Notnahrung ; 978-3-613-50763-0
Pflanzliche Notnahrung ; 978-3-613-50763-0

Titel: Pflanzliche Notnahrung : Survivalwissen für Extremsituationen
Autor: Johannes Vogel
240 Seiten
Pietsch Verlag
Das Buch ist am 2017 erschienen und kostet 19,95 €
ISBN: 978-3-613-50763-0

Wer sich gerne mal den Inhalt des Buches anschauen möchte, um zu erfahren ob das Buch interessant ist, der kann auf der Seite vom  Pietsch Verlag (Paul-Pietsch-Verlage)  eine Leseprobe anschauen. Die zugänglichen Seiten geben einen ersten Eindruck und zeigen den Aufbau des Buches. 

Pflanzliche Notnahrung könnte auch reguläre Nahrung sein, aber die aufgeführten Pflanzen werden dann doch eher im Notfall als Nahrungsmittel verwendet. Ohne Fachwissen kann man dies aber bei eben diesen Pflanzen nicht immer gefahrlos machen und wüsste nicht mal das man die Pflanzen überhaupt verzehren kann. Einen Einblick in die Welt der Pflanzen, für Situationen in denen man sich aus der Natur ernähren möchte, erhält man über dieses Buch. Das Buch soll Laien dabei helfen sich bei der Bestimmung von Pflanzen zurecht zu finden und das im Notfall ggf. auch ohne Bestimmungsbuch. 



DER ERSTE EINDRUCK

Ein handliches Taschenbuch mit Informationen zu zahlreichen Pflanzenfamilien und Pflanzen. Das Layout wirkt sehr sachlich  und gut strukturiert. Eingebundene Fotos und Illustrationen veranschaulichen Pflanzen und bei den Grundlagen z.B. deren grundsätzlichen Aufbau. Die Abschnitte im Buch sind in unterschiedliche Farben eingeteilt und erlauben eine gute Orientierung und schnelles Nachschlagen. Insgesamt macht die Aufteilung einen guten Eindruck. Das Buch sieht aus wie ein Fachbuch / Nachschlagewerk / Bestimmungsbuch in handlicher Form.  

DIE AUFTEILUNG

Es fängt mit einem übersichtlichem Inhaltsverzeichnis an. Die
Hauptbereich im Buch sind im Verzeichnis und entsprechend an den Seiten farblich markiert. Die Farbmarkierungen sind auch von außen an den Seite zu erkennen, sodass man das Buch auch direkt im passenden Bereich aufschlagen kann.
"Grundlagen" S.9-37. "pflanzliche Notnahrung" S.39-51. "Familienbünde" S.54-68. "Die wichtigsten Familien" S.71-124. "Dirty Dozen" S.126-147. "Essbare Pflanzen - Nahrhafte Pflanzen" S.152-183. "Nutzbare Pflanzen" S.188-204. "Prozessiren" S.208-212. "Zubereitung" S.213-216. "Behelfe" S. 217-221 und dann noch ein paar abschließende Abschnitte, sowie Glossar und eine Liste aller vorkommenden Arten.    
Im Buch ist überwiegend Volltext, wird aber ab und an von einer Tabellenstruktur ergänzt.


Nach einem kurzen Vorwort geht es in die Grundlagen. Im Buch werden zu Anfang die wesentlichen Grundlagen zum Aufbau der Pflanzen aufgeführt, darunter u. a. Blüten, Früchte, Blätter und weitere Bestimmungsmerkmale. Bei der schier unzähligen Zahl von essbaren Pflanzen benötigt man die Grundlagen, ebenso wie die im Buch nachfolgenden Warnhinweise und Anmerkungen zur Zubereitung, also ob man die Pflanzen direkt essen kann oder noch etwas machen muss. Auch wird im Buch auf Heilpflanzen eingegangen. Es werden nicht alle Pflanzen aufgeführt, die es gibt.
Erklärt werden auch Gebiete, Sammelzeiten, Inhaltsstoffe und bestimmte Begriffe. Nach den Grundlagen kommt ein Abschnitt, in dem u. a. ein paar "Reiseerfahrungen" zum Thema Notnahrung erzählt werde, dabei bleibt der Inhalt sachlich.
So werden auch kurz Lebensmittel und deren Verarbeitung / Hygiene in anderen Ländern / auf Reisen angesprochen und eben generell die Notnahrung. Auch zu Beginn gibt es das sehr wichtige Thema "Vergiftungen" und Gegenmaßnahmen, denn jeder weiß, in der Natur gibt es neben vielen verträglichen Pflanzen auch einiges was unverträglich ist. Diese Abschnitte sind mit 4 Seiten ein wenig länger. Natürlich könnten sie noch viel länger sein, sind aber nicht das Hauptaugenmerk an diesem Buch, da es hier um die Notnahrung geht und nicht um medizinische Notfälle. Als Ergänzung gibt es dafür aber Warnhinweise zu giftigen Pflanzen. So steht dann z.B. bei Wasserlinsen ( aus dem Abschnitt "Dirty Dozen") "Verwechslungsgefahr mit Giftpflanzen" und ein Warnsymbol, das darauf hinwies das die Familie der Wasserlinsen größtenteils giftig Pflanzen enthält.

Im nächsten Abschnitt werden Familien, Familienbünde und Gattungen / Art erklärt. Wer Im Notfall auf fremde Pflanzen zur Ernährung angewiesen ist, der muss abwägen können ob in einer Familie essbare oder viele giftige Arten existieren, da man vermutlich nie alle Pflanzen erkennen kann, vor allem der Laie nicht.  

Ein wesentlicher Teil des Buches, sind die "wichtigsten Familien" der Pflanzen. Hier werden zahlreiche Pflanzen nach und nach kurzgefasst aufgeführt. Die Aufteilung fängt dabei mit dem Namen an und der Hinweis ob die Familie essbar ist oder giftige Arten enthält.
Darunter kommt eine kleine Weltkarte, die anhand der Kontinenten sehr grob die Vorkommen darstellt. 
Die Texte sind kurz, bündig, angenehm zu lesen und enthalten Informationen zur Pflanze und zur Erkennung. Dazu kommen Beschreibungen der Blüte, der Blätter, der Samenstände, Wuchsformen, Geruch, Geschmack, die wichtigsten Vertreter und ein Zusammenfassung zur Erkennung.
Die einzelnen Pflanzen werden dabei im Prinzip auf 2-3 Seiten  beschrieben.

Dazu komm nochmal ein Tabelle, die ich persönlich sehr gut finde. In der Tabelle sind alle zuvor genannten Familien nochmal aufgeführt, jeweils mit einer Kurzform der Erkennungsmerkmale, Faustregeln und daneben die Familienwertigkeit, also z.B. Warnsymbole.

Danach kommen noch ein paar Kurzportraits mit einseitig Seitigen Beschreibungen. Diese Familien sind nicht ganz so wichtig, haben aber in manchen Regionen einen hohen Wert oder sind besonders giftig. Hier steht auch das man sich diese in botanischen Gärten anschauen kann und da habe ich die auch schon mal gesehen. 



"DIRTY DOZEN"

Zuvor hatte ich ja bereits den Abschnitt "Dirty Dozen" erwähnt, der nun als nächstes kommt. Der Titel des Abschnittes klingt erst mal etwas verwirrend, da man aufgrund von "Dirty" direkt an giftige Pfalzen denken könnte, aber eigentlich hat der Autor damit etwas anderes gemeint. Ich war davon auch erst etwas verwirrt. "Dirty Dozen", darunter finden sich Gattungen die es weltweit gibt, die einen hohen Nährwert haben und sicher erkannt werden können. Dazu gibt es fast keine Pflanzen die zur Verwechselung führen. Die "Dirty Dozen" habe meist Wurzeln und Knollen in denen die Nährstoffe stecken, daher "Dirty" (weil unter der Erde). Diese Gattungen stammen, wie man in den vorherigen Kapiteln gelernt hat,  aus Familien mit keinem oder kaum ernsthaften giftigen Pflanzen.
In den letzten Kapitel im Buch geht es um Pflanzen die mit hoher Wahrscheinlichkeit essbar sind und welche mit Sicherheit zu Vergiftungen führen. So finden sich hier Brennnessel, Kletten, Löwenzahn und viele weitere Gruppen aufgeführt. Je Pflanze sind hier ca. 2 Seiten eingeteilt, dabei kann der Umfang wie gesagt variieren, aufgrund von Bilder und z.B. nötigen Warnhinweisen usw..

Bei bestimmten Pflanzen, so z.B. beim Löwenzahn, wird per Hinweissymbol erklärt, dass die Wurzel Giftstoffe enthält, die aber wasserlöslich sind und vor dem Verzehr ausgelaugt werden müssen. 

Als Beispiel für den Seitenaufbau bleibe ich bei den zuvor bereits erwähnte Wasserlinsen. Die Wasserlinsen sind essbar, habe aber eine Familie mit vielen giftigen Arten. Es fängt mit einer halben Seite an, mit einem Totenkopfsymbol, was bedeutete das es in der Familie der Pflanzen besonders viele giftige Varianten gibt. Darunter kommt eine kleine Abbildung der Kontinente, auf denen ganz grob per Farbstärke das Vorkommen angezeigt wird. In der rechten Spalte steht dann der Pflanzenname, der Trivialname, dann die Systematik, Standorte und noch Bestimmungsmerkmale. Auf der nächsten Seite kommen dann Fotos, Hinweise zur Verwertung der Blätter und Wurzeln per Symbol und die Sammelzeit. Nach ein paar weiteren Punkten kommt noch ein kurzer Text mit Wissenswertem. Darin z.B. Anmerkungen zur Zubereitung / Verwendung. Abgeschlossen wird das ganze mit dem Hinweis zur Verwechslungsgefahr, die es hier nicht gibt (d.h. es ist keine Bekannt).



ESSBARE & NUTZBARE PFLANZEN

Zwei weitere Kapitel mit Essbaren (aus Mitteleuropa) und Nutzpflanzen ("essbare Pflanzen mit gesundheitlich fördernder Wirkung"). Die Seiten und Beschreibungen sind weiterhin gleich aufgebaut, also kurz, übersichtlich und informativ. In den Abschnitten finden sich z.B. Pflanzen wie Brombeere, Holunder, Japanischer Knöterich, Mohn, Topinambur, Hopfen, Minze und Weiden, um nur ein paar aus beiden Abschnitten zu nennen. 

Je Kapitel kommt ein etwas längeren Text zur Einleitung, der auch nochmal auf bestimmte Punkte der teils schwierigen Erkennung der Pflanzen hinweist, grade auch im Hinblick auf Hybrid-Pflanzen und Unterschiede die durch Standorte entstehen können. Bei den Nutzpflanzen geht es u.a. um Pflanzen mit gesundheitlich fördernder Wirkung, wie z.B. Minze. Diese Pflanzen sind in Ihrer Wirkung aber nicht mit Heilpflanzen gleichzusetzen. 

Im Text habe ich nun öfter geschrieben, das die Verarbeitung mit Symbolen gekennzeichnet wird. Diese Symbole finden sich in einer Legende im Buch wieder. In den Abschließenden Kapiteln des Buches werden die verschieden, dafür benötigten Arbeits- und Zubereitungsmethoden nochmal erklärt. Darunter z.B. das Auslaugen, Rösten, Trocknen, Garen, Kochen, Aufgüsse, Auszüge und Konservieren.
Den finalen Abschluss manchen ein paar Ideen für Werkzeuge, die man sich herstellen kann, wie z.B. ein Grabstock oder ein Beerenpflücker und dann der Epilog.



Ich bin ein absoluter Laie im Bezug auf die Pflanzen, zwar kenne ich einige zumindest vom Aussehen, aber spätestens bei der Verwendung sind mir nur die Gängigsten bekannt und dann auch nur teilweise. Mit dem Buch bekommt man eine ganze Menge an Informationen, kurz und knapp aber zum lernen schon eine ganze Menge. Über das Buch kann man lernen die Pflanzen zu unterscheiden, Gattungen und Familien zu unterteilen und zwischen vermutlich giftig und essbar zu unterscheiden. 
Dank der strukturierten Einteilung und der farblichen Abgrenzungen findet man sich gut im Buch zurecht. Die Menge an Informationen reicht für den ersten Oberflächlichen und auch für den fortgeschrittenen Einstieg in die Pflanzenkunde, allerdings könnten auch wesentlich mehr Informationen je Pflanze aufgeführt werden, was aber den Rahmen des Taschenbuchformates sprengen würde. Das selbe gilt für die Fotos. Mehr Fotos würden dem Leser mehr Sicherheit bei der Erkennung geben, vor allem wenn quasi falsche und richtige Pfalzen verglichen werden würden, aber zumindest hat man so schon mal die Pflanzen gesehen und kann sie anhand der Bilder und der Beschreibungen erkennen und zuordnen. Bei den Pflanzen, bei denen es viele giftige Arten gibt, steht dies auch extra dran und man kann sich beim ausprobieren auch auf die "Dirty Dozen" oder auf die Essbaren und Nutzpflanzen konzentrieren. Ganz wichtig, im Buch werden auch die Arbeitsschritte zur Zubereitung erklärt, die dann bei bestimmten Pflanzen angewendet werden müssen (an den Pflanzen per Symbol gekennzeichnet).
Das Buch ist als Taschenbuch schön handlich und lässt sich auch bequem mit in die Natur mitnehmen, wodurch man die Infos direkt parat hat. Wer hier jetzt an Smartphones und Suchmaschinen denkt, der sollte sich klar sein, das es oft keinen Empfang gibt, z.B. wenn Berge in der Nähe sind oder die Netzabdeckung von Anbietern wechselt. Auch hat man es vielleicht nicht dabei oder irgendwas anderes passiert. Wenn man daher vorher mit dem Buch etwas über Pflanzen gelernt hat oder das Buch dabei hat, ist man schon mal einen Schritt weiter. 

Empfehlung zum lesen? Ja, man könnte es schon fast als Pflichtlektüre ansehen, zumindest aus meiner Sicht als Unwissender wenn es um die meisten Pflanzen geht. 



Bildquelle: paul-pietsch-verlage.de
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