Draußen unterwegs, Wandern, Trekking oder eine Radtour, bei Sonne, Wind und Schnee. "Outdoor" ist außerhalb der eigenen vier Wände, wenn man nicht gerade sein Zelt als "vier Wände" ansieht. Egal für welche Situation, es ist immer gut genau darauf vorbereitet zu sein und das kann man im Bereich Outdoor oder Not-Versorgung mit einigen Produkten erreichen. Hier geht es um Bekleidung, Lebensmittel und weitere Ausrüstung, dabei sicherlich nicht so ausführlich und regelmäßig wie bei Experten, aber zumindest ab und an.
Die Themen Zivilschutz und Katastrophenschutz liegen gefühlt nahe am Thema Outdoor - zumindest sofern Survival, SAR oder ähnliches beigefügt wird. Je nach Ausrichtung der eigenen Präferenzen ergeben sich entsprechend vielfältige Ausrichtungen. Besondere Lebensmittel, Vorsorge, Ausrüstung und Lebensweisen überschneiden sich ggf. und auch kommt man über Hobbys gerne mit Berufen aus dem Bereich in Berührung.
Der Staat hat zuständige Stellen für Zivil- und Katastrophenschutz. Vom Bund und von einzelnen Bundesländern bereitgestellte Ressourcen, können für verschiedene Szenarien eingesetzt werden. Einzelne Organisationen führen dann notwendige Tätigkeiten aus und schützen die Bevölkerung und den Staat.
Wie spricht man mit Kindern über Themen wie Krieg? Mit dieser Frage will man sich eigentlich nicht beschäftigen müssen, aber man kommt kaum drum herum. Eine Unterstützung bietet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (bbk). Auf der Webseite von bbk gibt es den Bereich Zivilschutz und dort findet man zahlreiche nützliche Informationen, so auch Themen für Kinder und Jugendliche.
Gibt es noch Schutz für die Bevölkerung? In gewissen Konfliktsituationen braucht es Schutzmöglichkeiten und wo es diese gibt, bzw. welche aktiv sind, weiß kaum jemand. Warum ist das so? Nun, es gibt quasi keine öffentlich zugänglichen Schutzräume mehr, zumindest in Deutschland. Viele der Anlagen wurden abgebaut, werden noch abgebaut*, sind quasi aus dem Zivilschutzsystem ausgeschieden oder wurden dem Verfall überlassen.
Wer sich zu dem Thema weiter informieren möchte, kann sich auf der Seite der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) umschauen. Dort unter dem Bereich "Vielfältige Aufgabe" - "Öffentliche Schutzräume", bzw. “Rechtliche Abwicklung öffentlicher Schutzräume”
Ein Zitat von der Seite der BImA: "In Deutschland stehen aktuell keine öffentlichen Schutzräume mehr zur Verfügung." Zitat von BImA; Rechtliche Abwicklung öffentlicher Schutzräume, Link. 20.06.2022; * “Aufgrund des Krieges in der Ukraine hat sich der Bund dafür entschieden, die weitere Rückabwicklung öffentlicher Schutzräume zunächst auszusetzen und das bisherige Konzept zu überprüfen.” Zitat bbk.bund.de, “Wo finde ich Schutzräume?”, Link, 20.06.2022.
Aber was gibt es noch in Sachen Schutzräume?
Wo informiert man sich über Schutzräume? Genau habe ich mich damit noch nicht beschäftigt, aber im Internet wird man am ehesten fündig. Z.B. über Listen von Bunkeranlagen. Bestehende Bunker und Überbleibsel beispielsweise auf bunkermap.com
Anlagen unbefugt zu betreten ist allerdings keine gute Idee. Zum einen sind die Anlagenzustände teils Lebensgefährlich und zum anderen sind die im Besitz von jemanden (Staat, Militär, Privatbesitz).
Einige der Punkte habe ich auch auf der Seite des Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (bbk) wiedergefunden, daher liege ich damit gar nicht so falsch. Zumindest über Tiefgaragen, U-Bahn-Netzwerke und alte Anlagen kann man sich informieren. Dennoch ist man im Ernstfall fast vollkommen aufgeschmissen oder von anderen abhängig. Bedenkt, solche Anlagen, selbst wenn diese noch genutzt werden können, haben nur begrenzte Kapazitäten. Mein Vater hat früher an Übungen mit Regierungsbunkern teilgenommen und da kommen halt nur entsprechende Stellen hinein, aber selbst zu den damaligen Übungszeiten, waren die Bunker eher schon aufgegebene Anlagen.
Schaut euch an Weinbergen, großen Bergen und historischen Orten um. Immer wieder entdeckt man schwere Türen oder verborgene Eingänge, z.B. auch in Bergen entlang von Bahnstrecken. Dort sind nicht selten Gewölbe oder Bunker anzutreffen. Man hat zwar keinen Zugang, aber immerhin weiß man, wo was wäre. Wie schon erwähnt, sind U-Bahnen und Schienennetze immer einen Blick wert. Im Internet lassen sich zu diesem Thema u.a. Dokumentationen finden. Urbexer und ähnlich interessierte wissen ab und an wo Anlagen stehen. Teilweise sind manchen sogar recht vergessene - somit nicht mehr verzeichnete Anlagen bekannt.
Gerne wird auf das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) verwiesen. Dort gibt es auch die Unterseite Tipps für Notsituationen, auf der man auch “Wie soll ich mich in einem Verteidigungsfall verhalten?” oder “Wo finde ich Schutzräume?” findet. Nur gibt es quasi nichts an Infos. Auch wird aufs BAmI verwiesen, da man dort z.B. den “Notfall-Ratgeber: Tipps für Ihre persönliche Vorsorge” herunterladen oder bestellen kann. Ich habe so einen auch rumliegen, fand die Inhalte aber so naja und nicht unbedingt Katastrophen-tauglich. Diese Broschüren sollen der Bevölkerung auch keine Angst machen, sondern ein klein wenig sensibilisieren. Wenn man bedenkt, dass Haushalte schon durch die paar Monate Corona in Engpässe geraten sind, sieht es mit der Vorsorge allerdings nicht sonderlich gut aus.
Fazit:
Bunker? Sind eine nette Idee und tolle Anlagen, aber drin sein möchte man im Ernstfall auch fast nicht, so bedrückend wird es dann. Darüber braucht man sich aber kaum Sorgen zu machen, denn es gibt eh nicht genug. Die zuständigen Stellen befinden sich noch im Schlafmodus, zumindest kommt es einem so vor, da nichts von jetzt auf gleich passieren kann. Es wird sich als schwierig herausstellen, für einen Ernstfall alles einzurichten, auch da alles mit Geld zu tun hat. Würden alle ohne andere Umstände an der Realisierung arbeiten, wäre es sicherlich einfacher. Andererseits, wie große sollen Bunker werden, damit alle rein können? Geht halt nicht. Das man ohne private Vorsorge zurechtkommt, ist eher nicht zu erwarten und auf Schutzräume sollte man nicht hoffen. Hoffen sollte man lieber darauf, dass Fälle nicht eintreten.
